Früh erkennen kann helfen
Erste Anzeichen für eine Alzheimer-Krankheit
- Vergesslichkeit und Gedächtnisprobleme
- Schwierigkeiten beim Lösen von Problemen oder Planen
- Probleme bei gewohnten Betätigungen
- Probleme bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung
- Störungen in der Wahrnehmung
- Neuauftretende Schreib- oder Sprachschwächen
- Verlegen von Gegenständen
- Begrenztes Urteilsvermögen
- Rückzug aus dem sozialen Leben / Verlust der Eigeninitiative
- Veränderung des Verhaltens und der Persönlichkeit
Im Alter wird es schwieriger, sich an neue Gegebenheiten und Situationen zu gewöhnen oder neue Dinge zu erlernen. Das ist ganz normal. Doch was ist noch altersbedingt und ab wann lassen sich erste Anzeichen einer Alzheimer-Krankheit erkennen? Nachfolgend finden Sie einige Symptome und Anzeichen, die auf eine beginnende Alzheimer-Krankheit hinweisen können:
Vergesslichkeit und Gedächtnisprobleme1

- Termine oder Namen kurzzeitig zu vergessen, sich später aber wieder daran zu erinnern, ist normal.
- Bestehen allerdings Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses, die sich auf den Alltag auswirken, kann dies ein Warnsignal sein. Dies äußert sich zum Beispiel dadurch, dass wichtige Termine vergessen werden, der Herd oder das Bügeleisen nicht ausgeschaltet wird oder der Alltag nur noch mit Hilfe eines Merk- oder Spickzettels bewältigt werden kann.
Schwierigkeiten beim Lösen von Problemen oder Planen1
- Es ist normal, etwas zerstreut zu sein, wenn viele Dinge zeitgleich erledigt werden müssen.
- Fällt es Ihnen allerdings schwer, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren oder etwas zu planen und umzusetzen, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene brauchen für vieles deutlich mehr Zeit als zuvor. Beispielsweise wird der Umgang mit Zahlen oder das Bezahlen von Rechnungen problematisch. Ein weiteres Beispiel sind Probleme beim Kochen oder Backen nach bekannten Rezepten, die früher keine Schwierigkeiten bereitet haben.
Probleme bei gewohnten Betätigungen1
- Anspruchsvolle Aufgaben, wie zum Beispiel den neuen Fernseher zu programmieren oder einen neuen PC einzurichten, benötigen manchmal die Unterstützung durch andere. Das ist normal.
- Wenn alltägliche Tätigkeiten jedoch plötzlich als große Herausforderungen empfunden werden, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene haben zum Beispiel Schwierigkeiten bei Routineaufgaben am Arbeitsplatz oder vergessen die Spielregeln eines bekannten Spiels.
Probleme bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung1
- Dass man ab und an mal den Wochentag verwechselt, sich aber später wieder daran erinnert, welcher Tag heute ist, ist nicht ungewöhnlich.
- Können jedoch Zeitabstände oder Orte nicht mehr korrekt eingeordnet werden, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene können zum Beispiel die Uhr nicht mehr richtig lesen oder finden den Weg nach Hause nicht mehr. Sie wissen nicht mehr, in welchem Haus sie wohnen, oder können Jahreszeiten nicht mehr richtig zuordnen.
Störungen in der Wahrnehmung1
- Dass die Sehkraft im Alter nachlässt, ist normal.
- Treten jedoch Probleme auf, Bilder oder räumliche Dimensionen zu erkennen, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene haben zum Beispiel Schwierigkeiten beim Lesen, beim Erkennen von Farben, oder können bekannte Gesichter nicht zuordnen.
Neuauftretende Schreib- oder Sprachschwächen1
- Es ist normal, wenn ab und an das richtige Wort fehlt beziehungsweise nicht in den Sinn kommen möchte.
- Fällt es jedoch schwer, einem Gespräch zu folgen und sich aktiv daran zu beteiligen, kann dies ein Warnsignal sein. Die Betroffenen haben Wortfindungsstörungen, verlieren den Faden oder verwenden unpassende Füllwörter. Ebenso kann häufiges Wiederholen ein Anzeichen sein.
Verlegen von Gegenständen1
- Ab und an mal etwas zu verlegen und es später wiederzufinden, ist normal.
- Werden Dinge jedoch häufig verlegt oder an ungewöhnlichen Orten abgelegt, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene vergessen nicht nur, wo sich bestimmte Dinge befinden, sie vergessen auch, wozu sie gut sind. So werden zum Beispiel Autoschlüssel in den Briefkasten gelegt oder Schuhe in den Kühlschrank gestellt.
Begrenztes Urteilsvermögen1
- Ab und an mal unüberlegte oder falsche Entscheidungen zu treffen, ist normal.
- Verändert sich die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, kann dies ein Warnsignal sein. Betroffene treffen beispielsweise eine unpassende Kleiderwahl (zum Beispiel Sandalen im Winter) oder haben eine falsche Wahrnehmung ihrer Körperpflege oder im Umgang mit Geld.
Rückzug aus dem sozialen Leben / Verlust der Eigeninitiative1
- Dass man sich manchmal durch die vielen und verschiedenen Anforderungen von Job, Familie und sozialen Verpflichtungen überlastet fühlt, ist normal.
- Wenn Personen aufhören, ihren Hobbys nachzugehen oder soziale Kontakte deutlich einschränken, kann dies ein Warnsignal sein. Die Betroffenen bemerken Veränderungen bei sich, die sie verunsichern und ziehen sich von ihren sozialen Kontakten zurück.
Veränderung des Verhaltens und der Persönlichkeit1
- Wenn gewohnte Alltagsabläufe sich verändern oder unterbrochen werden, ist es normal, kurzzeitig irritiert zu sein.
- Treten jedoch starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbare Ursache auf, kann dies ein Warnzeichen sein. Betroffene können ausgeprägte Persönlichkeitsveränderungen entwickeln, wie zum Beispiel plötzliches Misstrauen, aggressives Verhalten, Unwohlsein in fremden Räumen oder Gefühle von Hilflosigkeit, Unruhe und Traurigkeit.
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich oder einem Angehörigen bemerken, ist es wichtig, dies von einer Ärztin oder einem Arzt abklären zu lassen. So kann frühzeitig Hilfe in Anspruch genommen werden, falls eine Alzheimer-Krankheit dahinterstecken sollte.1
Referenzen
1. Alzheimer Forschung Initiative e.V.: Alzheimer-Demenz: 10 frühe Anzeichen. Aufrufbar unter: https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/symptome/frueherkennung/. [Letzter Zugriff: 18.04.2024]
DE-NEUR-24-00134 Biogen-260217